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D’w Nuss vo Bümpliz

Venus vo Bümpliz (Büne Hueber) – so wiis wie Schnee (Gölä – der übrigens besser bei Schufle und Pickle geblieben wäre! Als Segler ist er ja grauenhaft auf die Schnauze resp ins Wasser gefallen). Die bleiche Venus im Cockpit von sea magiX heisst natürlich Kathrin und ist heute Nachmittag mit ihrem Mann Hanspeter aus San Juan mit dem Taxi zur früheren US-Navy Basis Roosevelt Roads im Osten von Puerto Rico angereist. Und das nicht aus Bümpliz sondern via Kurzaufenthalt in der Domrep aus Wimmis. In Bümpliz haben wir vor 50! Jahren zusammen die Schule abgeschlossen und uns danach noch an einer handvoll Klassentreffen gesehen – sonst nichts. Am Stedtlifest in Laupen im letzten Jahr ist dann noch Hanspeter zu unserer seeehr losen Bekanntschaft (natürlich meiner, nicht Kathrin’s) dazugestossen. Da haben wir dann noch ohne den vermuteten Alkoholeinfluss die gemeinsame Zeit auf sea magiX vereinbart. Kathrin kennt jemanden, der einen Segler kennt, Hanspeter ist schon getaucht und kennt auch meinen Segelclubkollegen von der Mobi und ich bin ja keinem noch so gewagten Abenteuer abgeneigt. Und wenn’s nicht geht zusammen auf engstem Raum im schaukelnden Boot, dann endet das gemeinsame Abenteuer halt vor den vereinbarten 10 Tagen.

Am Ankerplatz Roosvelt Roads war ich schon ein paar Tage früher mit der vorderen Crew. Da bin ich mit dem Faltvelo bei ordentlich Hitze die 8Km zur Autovermietung, diversen Barbershops und in die Marina Puerto del Rey geradelt, um unseren Marina Aufenthalt der nächsten zwei Tage zu regeln. Alles paletti, sogar einen Termin im Barbershop für den nächsten Tag war ergattert (obwohl aussen gross steht – just walk in, no appointment – auf spanish natürlich) (nochmals Klammer – obwohl US Gebiet spricht mann/frau in Puerto Rico Spanisch, sehr gut Spanisch sogar, und nur Spanisch! Ein zufällig englischsprechender Kunde hat für mich im Barbershop übersetzt – entsprechend ist die Frise rausgekommen, wir hätten auch berndeutsch lafere können!).

Jose von Uber hat mich von der Marina zum Boot zurückgefahren (seine App espanol, meine english – no problema) und am nächsten Tag sind wir dann zum ersten Mal bei schönsten 10Kn Ostwind zur Marina hochgekreuzt. Viel Waschen, Putzen, Besuch beim erwähnten Barbershop dann ein gutes gemeinsames Nachtessen im Restaurant und schon müssen wir uns auf den Weg zum Flugplatz machen damit Sabrina, Sandra und Philipp rechtzeitig durch die aufwändige Security zu ihrem Flug kommen – scheints hats geklappt, dass sie rechtzeitig zum erneuten Wintereinbruch zu Hause waren. Auf dem Rückweg vom Flughafen noch rasch einen teuren 2-Wochen Einkauf im Supermarkt erledigt und dann in die Koje. Ich habe nun viel Platz, aber es ist nach den coolen 2 Wochen zu viert schon etwas einsam geworden. Am nächsten Morgen rasch Wasser auffüllen, Mietauto abgeben und los geht’s. Natürlich hat in der Zwischenzeit der «normale»  Ostwind von 15-25kn wieder eingesetzt. Also elende Schinderei gegenan um Culebra zu erreichen, wo ich mit Kathrin und Hanspeter verabredet bin. Nach 2 Stunden hab ich genug Salzwasserduschen im Gesicht, drehe ab und rausche vor dem Wind auf den zugigen aber doch einigermassen geschützten Ankerplatz in Roosevelt Roads. Etwas Wunden lecken (1-2Medallias- das lokale Bier) und ein paar Textmessages später sind HP& Kathrin für den nächsten Tag, den Montag, von der Fährstation eben zur Pier beim Ankerplatz umgeleitet.

Roosevelt Roads
Roosevelt roads – gut geschützt zuhinterst in der alten Navi Basis
befreit von 3 Monaten Strubelhaar

Da stehen wir nun zu dritt mit vielen Rücksäcken auf der Pier und schauen, wie sea magiX in der Bucht im strammen Ostwind wild an der Ankerkette zerrt und nicht nur auf und ab tanzt. Erste Trockeninstruktion wie man vom noch wilder tanzenden Dinghi über die hohe Bordwand auf sea magiX übersteigt und gleichzeitig erste Bestandesaufnahme der noch nicht vollständig verheilten Schäden von Stürzen in der winterlichen Heimat.

auch da ist das Wasser kitschig türkis

Das kann ja heiter werden und lustig. Auf jeden Fall ein neues Abenteuer und spannendes Experiment in dieser, für uns alle neuen Zusammensetzung. Aber lassen wir doch d’w Nuss alias Kathrin und Hanspeter selber erzählen.

Eigentlich Programm an Bord