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Im Land der grossen Pick-ups

St. Croix ist zwar die grösste der Amerikanischen Jungferninseln (USVI), aber eigentlich keine grosse Insel im Vergleich zu anderen hier in den Antillen. Sie ist geschätzt ca. 35km lang und etwa 12 km breit und liegt südlich der British Virgin Islands (BVI) und der anderen USVI.

Als Fortbewegungsmittel auf der Insel gibt es eigentlich vor allem eine Variante: Pick-ups. Je grösser, desto besser, auch wenn die Strassen kaum breit genug sind für ein Kreuzen dieser Ungetüme. In den beiden Haupt-Orten der Insel, Christianssted im Nordosten und Frederiksted im Westen, wurde das Problem pragmatisch gelöst: fast alle Strassen sind one-way-streets, was das Kreuzen verhindert. Für uns Kleinwagen-Europäer ist das Bild in den Strassen immer wieder bemerkenswert, wenn so ein 4×4-Truck mit fast mannshohen Rädern daher gebrummt kommt (noch dazu auf der linken Strassenseite), sich die Fahrertür öffnet und eine zierliche kleine Person die X Treppen herunter steigt – auf der falschen Seite, denn sie fahren zwar links, steuern aber auch links. Ok, wir sind ja in Amerika, oder so halb (dazu gleich mehr), und somit passen die Fahrzeuge ja hierher.

Die USVIs wurden Dänemark 1917 für 25 Millionen in Gold abgekauft. Im Gegenzug sicherten die USA damals übrigens den Dänen zu, dass Dänemark Grönland behalten könne, da man damals mehr wirtschaftliches Potenzial in den Karibikinseln sah. Zu jener Zeit hatte St. Croix eine landwirtschaftliche Schlüsselstellung in der Karibik. Es wurde seit der Kolonialzeit (mit wechselnden Kolonialherren zwischen den Briten, Franzosen, Spaniern, sogar den Maltesern und den Briten und mit viel Sklavenarbeit) Zuckerrohr, Mais, Baumwolle und Tabak angepflanzt. Später dann auch Cassava und andere Landwirtschaftsgüter. Die amerikanische Staatsbürgerschaft erhielten die Einwohner von St. Croix zehn Jahre nach dem Kauf. Aber auch heute noch gelten die USVIs als an unincorporated territory of the United States (Wikipedia), d.h. ein nicht integrierter Teil der USA. Hauptunterschied zu den «incorporated territories», d.h. zu den Staaten: es gelten die gleichen Pflichten, aber nicht ganz die gleichen Rechte: sie können zB auf Bundesebene nicht wählen. Auch Puerto Rico ist ein «unincorporated territory».

In den 60er-Jahren wurde auf St. Croix eine der grössten Ölraffinerien der Welt eröffnet. Sie und weitere damit verbundene Industrie ergaben für die nächsten 50 Jahre das wichtigste Einkommen für die Insel. (Übrigens um die Jahrtausendwende im gemeinsamen Besitz mit einer venezolanischen Firma.) Als die Raffinerie 2012 schloss, fiel auf einen Schlag der grösste Arbeitgeber weg und damit auch die Grundlage für unzählige Zuliefererjobs. Dieser Niedergang ist heute noch sehr spür- und sichtbar auf der Insel, verstärkt durch die ebenfalls weiterhin sichtbaren Hurricane-Schäden von Maria 2017. Heute ist der Tourismus auch hier die wichtigste Einnahmequelle. Kreuzfahrtschiffe legen in Frederikssted an. Hoteltourismus konzentriert sich eher auf die nordöstliche Region.

Für Cruising-Segler wie uns gibt es auf St. Croix einerseits Christianssted, das teilweise durch ein Riff gegen Wellen von Norden geschützt wird, und andererseits Frederikssted, das vor allem nach Osten durch die Insel geschützt ist, nicht aber nach Norden. Angesichts dieser beiden eher eingeschränkten Varianten, und weil St. Croix etwas abseits vom übrigen Inselbogen liegt, wird es seltener von Langfahrtseglern angefahren. Mit anderen Worten – wir betrachten es noch immer als einen Geheimtipp. Bei vernünftigem Wetter kann man nämlich auch noch vor Buck Island liegen, wo ich jetzt (am Samstag, 14.2.) gerade schreibe, oder in der Teague Bay vor dem Yachtclub ankern.

Buck Island ist wunderschön: glasklares türkisfarbenes Wasser, heller Sandstrand, unzählige Turtles. Es ist ein „national Monument“ und bis vor kurzem brauchte man eine Bewilligung, um hier ankern zu dürfen. Seit 2025 ist dies jedoch nicht mehr so – wir nehmen an, dass es einfach keine Park Rangers mehr gibt, die diese Bewilligung noch ausstellen oder kontrollieren könnten. Trotzdem ist es heute noch sehr friedlich hier, trotz Wochenende. Hoffen wir, dass dieser so schützenswerte wunderschöne Ort auch weiterhin bestehen kann, auch ohne Schutz. Um die Ecke gibt/gab es einen Schnorchelpfad mit im Boden eingelassenen Stationen. Wir werden ihn etwas später heute vielleicht auch wieder suchen gehen. Oder einfach nur das Riff von hier aus geniessen? Mal sehen… es ist eben wirklich eine Ferieninsel.

Gestern lagen wir noch vor Christianssted am Anker und machten einen Landausflug mit dem ÖV. Gemäss Webseite von VITran sollte es um 09:30h und um 10:30h je einen Bus geben, der von Christianssted nach Frederiksted fährt. Wir waren also kurz nach 09h schon am früheren Marktplatz, der zentralen „Busstation“ im kleinen Städtchen. Und warteten. Und warteten. Und warteten…

Unterhalten von den überall auf der Insel umherspazierenden Hühnern mit ihren süssen Küken und den grossen und noch grösseren Pick-ups in allen Varianten sassen wir im Schatten und warteten. Ein Maxi-Taxi, das „zufällig“ um 09:30h vorbeikam, liessen wir fahren. Wir glaubten an den Bus. Als bis um 10:45h noch immer kein Bus gekommen war, dafür aber das nächste Maxi-Taxi anrollte, wurden wir weich und stiegen ein. Die Maxi-Taxis sind privat, folgen aber plusminus den gleichen Routen wie die Busse (mit Zusatzschlenkern vor die Haustüre auf Wunsch), nehmen unterwegs ebenfalls Passagiere auf Handzeichen mit, und kosten für die ganze Strecke pro Person USD 3 statt im Bus USD 2. Das Taxi füllte und leerte sich unterwegs mehrfach. Wir blieben aber bis zum Schluss in Frederiksted die einzigen Touristen, und auch die einzigen Weissen. Wer es sich leisten kann, hat hier einen Pick-up und nutzt weder Bus noch Maxi-Taxi. Ab und zu fuhren wir auf irgendwelche Wohnanlagen bis fast vor die Türe. Oft schienen sie uns Sozialwohnungen zu sein. Was heisst „mutual housing“? In diversen Führern wird Touristen vom Gebrauch von Maxi-Taxis abgeraten. Wir fühlten uns aber auf dieser Fahrt zu keiner Sekunde unsicher.

Die Strecke führte uns quer durch die Insel, vorbei an diversen geschlossenen K-Marts, oft flach, manchmal leicht hügelig, mit viel Grün auf beiden Strassenseiten. Die Häuser liegen unterwegs verstreut und rundum vergittert am Strassenrand, dann kommt wieder ein „Dorf“ oder ein Ort mit eingezäunten Gebäuden, dann wieder eine Kreuzung im Nirgendwo. Gefühlt alle paar hundert Meter steht das Gebäude irgendeiner Form einer Glaubensgemeinschaft: 7th day Adventists, Jehova’s Witnesses, Methodisten, Moravianer, etc. etc.. Am 13.2. stehen an der Strasse zudem überall Stände mit pinkfarbenen Teddybären und Valentinstag-Herzen.

Die Strasse selbst ist zwar breit genug für die grossen Fahrzeuge hier, hat aber unzählige tiefe Schlaglöcher, um die sich der Verkehr teilweise auf die andere Strassenseite schlängelt. Es ist schwierig, die Eindrücke unterwegs in Fotos festhalten zu wollen. In unserer Wahrnehmung hat sich die Insel seit unserem letzten Besuch vor mehr als 10 Jahren nicht wirklich verändert. Vielleicht ist sie noch etwas mehr „in der Zeit zurückgefallen“?

Auch in Frederiksted sieht es noch so aus wie vor x Jahren. Am Wasser eine schöne Palmenallee für die Kreuzfahrtpassagiere, die hier aussteigen. Dahinter dann die Strassen mit Häusern in verschiedenen Stadien des Zerfalls und Wiederaufbaus. Dazwischen der eine oder andere farbenfrohe Laden oder eine Bar. Und überall wieder die Hühner mit ihren Küken und die Gockel. Offenbar sind sie schon eine Plage geworden: es gibt diverse Schilder mit der Aufschrift, man solle die Tiere nicht füttern, da sie sehr aggressiv werden könnten. Wir fanden ein Restaurant mit kleinem Hintergarten und bestellten das Tagesmenü. Reis und Fisch, bzw. Reis und Pork Ribs, mit einer Cola und einem Bier: USD 60. Wie machen das die Locals hier mit wohl geringerem Einkommen als wir verfügbar haben?

Für die Rückfahrt klappte es dann mit dem VITran-Bus. Ein vorsintflutlich wirkendes Modell kam mit knapp einer Stunde Verspätung angekeucht und lud uns mit den anderen Wartenden auf. Der Fahrer bestand darauf, dass die Fahrgäste ihre Abokarten schon draussen zeigen mussten, auch wenn sie – wie schon bei der Hinfahrt – sehr schlecht zu Fuss und mit diversen Taschen beladen waren. Anschliessend müssen Passagiere vier meterhohe Treppen hochsteigen und sich zwischen den Sitzreihen nach hinten zwängen. Niederflurbus? Elektromobilität? Wohl nicht in den nächsten 50 Jahren! Für uns war die Fahrt ein Retro-Erlebnis, fast wie im Museum (um den nächsten Stopp zu verlangen, muss man am Kabel am Fenster ziehen). Für die Menschen hier (eigentlich in den USA) ist es der moderne Alltag. Wir staunten mal wieder.

Die Fahrt hierher von St. Martin hatten wir am Nachmittag vom 10.2. gestartet und waren in der Nacht auf den 11.2. unterwegs. Der Zeitplan war teilweise bestimmt durch ein Online-Meeting von mir morgens am 11.2. um 08:30h. Wir wollten also nicht zu spät ankommen. Gleichzeitig aber eigentlich auch nicht zu früh, weil es hier zur Zeit noch bis ca. 06h und bei Bewölkung auch etwas länger noch dunkel ist. Wir hatten trotz des Morgentermins diesen Zeitpunkt gewählt, weil wir dann mit genug Wind rechnen konnten, um ohne das Grosssegel trotzdem gut vorwärts zu kommen. Und wie so oft war sea magiX schneller als geplant… Der Wind blies mit 5-6 Bft, die beachtlichen Wellen schoben uns an und zudem trug uns ein recht starker Strom nach Westen. Es kam, wie es kommen musste: noch im Stockdunkeln, mehr als eine Stunde vor Tagesanbruch, waren wir schon vor Christianssted. Die Einfahrt hinter das Riff ist mit beleuchteten Bojen betonnt. Aber es geht in gewundenen Wegen zwischen den Riffs hinein, so dass es essenziell ist, die richtige Boje als die nächste zu erkennen.

Die Einfahrt nach Christianssted mit den beiden Bojenkanälen

Vorsichtig näherten wir uns dem brandenden Eingang. Die Genua war schon nur noch ein kleiner Fetzen. Trotzdem rauschten wir noch immer zügig dahin. Des Skippers Anweisungen wurden knapper und knapper: 20 Grad links – nochmals 20 – jetzt 10 rechts – etc. etc. Eigentlich suchte er noch die Linie eines auf der Karte eingetragenen Richtfeuers. Das fanden wir aber nicht. Mit klopfendem Herzen versuchte ich, sea magiX auf Kurs zu halten. Rundum rauschte es und immer wieder erfasste uns eine Welle und schob uns nach rechts oder links, weg von meinem Kurs. Plötzlich tauchte rechts eine unbeleuchtete Boje auf – oje, gab es noch mehr davon, in die wir hineindonnern könnten? Auch als wir schon weit innen im Fahrwasser waren, herrschte noch immer heftiger Seegang. Inzwischen unter Motor brauchte ich manchmal viel Gas, um sea magiX steuern zu können. Bei der letzten grünen Marke angekommen wollten wir in die Bucht dahinter steuern. Da tauchte schemenhaft vor uns ein unbeleuchtetes Segelboot auf – wow, abdrehen! Hab ich genug Platz da nach hinten? Nein! Vollgas vorwärts… gefühlt mit einem Meter Abstand kam unser Bug am Heck des Segelbootes vorbei und wir steuerten wieder in den Bojenkanal zurück. Mit der Order, im Kanal LANGSAM wieder hinaus zu fahren, ging der Skipper nach vorne, um den Anker bereit zu machen. Das schüttelte ihn da vorne wohl ordentlich durch in den Wellen. Wenn er sich nur gut genug festhielt… Ich tastete mich („Ha, langsam – da hab ich keine Möglichkeit zu steuern mehr!“) wieder den Bojen entlang schräg gegen den Wind hinaus… immer den Bojen nach, die im Seegang umher hüpften wie Flöhe… „War das nun die nächste oder ist das schon die übernächste? Oder sehe ich gerade jene vom anderen Kanal da drüben? Ui – jetzt ist sie gerade sehr nah! Viel Gas, um zu korrigieren, Ruder voll einschlagen,…“ etc. etc. … Bald gings wieder hinunter für den nächsten Versuch im Ankerfeld. Jetzt wussten wir ja schon, dass da unbeleuchtete Boote an Bojen hingen. Also wieder bei der untersten hinaus und auf ein Motorboot zu, das etwas weiter hinten lag. Da, plötzlich, ein Schrei von Bänz: „da liegt ein Dinghy!“ Ich „Wohin?!“ – „Nach rechts!“ … und wieder zurück zum Bojenkanal… puuuuh, das war knapp gewesen! (Später sahen wir dann, dass es noch knapper gewesen war als gedacht: zwischen Dinghy und Motorboot war eine völlig unsichtbare Leine gespannt. Nach links ausweichen hätte katastrophal geendet… und wenn wir weiter nach rechts ausgeholt hätten, wären wir auf einem nur halb versunkenen Wrack gelandet, das wir erst bei Tageslicht sahen. Seeeeehr viel Glück gehabt!) Um dem Tagesanbruch Zeit zu geben, fuhren wir im Bojenkanal nochmals auf und ab, dann endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit begannen wir, Umrisse erkennen zu können. Wir fädelten etwas weiter oben aus dem Kanal und setzten den Anker, der netterweise trotz markantem Schwell und starkem Wind gleich hielt. Uffff, das war nun doch etwas kniffliger gewesen als erwartet!

Bei Tageslicht sahen wir dann, wie sehr die Bucht inzwischen mit Bojenliegern und versunkenen oder halb versunkenen Wracks belegt ist. Es empfiehlt sich offensichtlich nicht, im Dunkeln hier anzukommen. Nicht mal der Weg vom Bojenkanal zu der auch nicht mehr taufrisch wirkenden Marina wäre ohne Hindernisse frei. Also, merke – nicht im Dunkeln hier ankommen!

An Land liegt eine Yacht, gestrandet noch mit der Boje vorne dran. Sie kann noch nicht lange da liegen, da alles noch relativ intakt an Bord ist. Ob das sogar erst gerade in unserer Ankunftsnacht passiert war? Oder an einem der ebenso stürmischen, unruhigen Tage der vergangenen Woche, die wir auf St. Martin “aussassen”? Ein sehr trauriges Bild!

Bevor wir aus St. Martin losgefahren waren, hatte der Skipper bzgl. Einklarieren hier auf St. Croix recherchiert. Die offizielle Customs and Border Protection (CBP-)Webseite verlautete, man solle zuerst via die Roam-App anmelden und eventuell werde man dann gebeten, zu Customs bei der Marina in unserer Gallows Bay vorbei zu kommen. Als wir die App brav ausgefüllt hatten, kam dann aber die Rückmeldung, man müsse zum Flughafen. Der ist im Südwesten der Insel gelegen – nicht gleich um die Ecke, wie wir gedacht hatten. Somit ging der Rest des Tages fürs Einklarieren drauf: mit dem Dinghy im sehr bewegten Wasser an Land, dann dort ein Taxi suchen, das nicht schon für die Rückfahrt der Kreuzfahrt-Passagiere zu ihrem Schiff vollgebucht war. Nach einigen erfolglosen Versuchen hatten die Fahrer beim Taxistand am King Christian Hotel aber unser Anliegen mit aufgenommen und bald schon rief einer „Who’s for the Airport?“ Wir wurden in ein Cruiseship-Taxi gepackt und als kleiner Umweg zum Flughafen gebracht. Kostenpunkt: USD 40 für beide. Vor dem Rückweg erfuhren wir dann, dass die offizielle, regulierte Gebühr USD 30 ist für zwei. Tja, wir hatten halt nicht gefragt vorher. Und: wir waren darauf angewiesen – es war ein Verkäufermarkt… Am Flughafen wurden wir sehr freundlich von einer Pause machenden Park Rangerin zum richtigen CBP-Beamten gebracht, der uns auf gewundenen Wegen zum Ankunftsgate brachte und dort unsere Fingerabdrücke abnahm, die Visa kontrollierte, ein paar Fragen stellte („Nein, ich arbeite dann wieder nächsten Monat, wenn ich in der Schweiz zurück bin“) und schon nach kurzer Zeit unsere Pässe stempelte. Zu ihm gesellte sich der Beamte des Landwirtschaftsschutzes, der uns eindringlich erklärte, dass wir keine Esswaren an Land bringen dürften, und jeglichen Müll, der mit Esswaren in Kontakt gekommen war, ausschliesslich via eine Spezialfirma hier auf der Insel entsorgen müssten. In den nationalen Bestimmungen steht noch, dass dies für jedes Boot gelte, das in den letzten 2 Jahren im Ausland gewesen sei und dann auf die USVIs zurückkehre. Und es gelte für jeglichen solchen Müll, egal, wo die Esswaren gekauft worden seien… Wie das andere Boote wohl machen? Und ob diese einzige Firma auf St. Croix überhaupt noch existiert? Wir haben es nicht getestet. Auf den anderen USVIs sind wir nicht das fast einzige ausländische Boot mehr – da können wir dann vielleicht mal eine amerikanische Crew fragen, wie sie das macht.

Die Abfallbestimmungen für Schiffe, die aus dem Ausland auf die USVI kommen. Wie das wohl genau gehen soll?

Christianssted hat auch eine Lagune hinter der Gallows Bay, die als Lebensraum für viele Vögel und andere Tiere gilt. Wir spazierten aber nur auf den Hügel hinter unserem Ankerplatz, um sie zu betrachten. Einen Wanderweg darum herum oder ähnlich konnten wir nicht finden. Schön ist sie trotzdem. Bei der Gelegenheit wurde auch klar, dass weder das Unter- noch das Oberfeuer unseres vergeblich gesuchten Richtfeuers mehr existierte. Kommentar Skipper: “Wir habens ja trotzdem gefunden.” 🙂

Auch das Städtchen Christianssted hat viele ansprechende Ecken. Der dänische Einfluss ist auch heute noch deutlich erkennbar.

Inzwischen ist es hier vor Buck Island am Valentinstag Abend geworden. Die Tagestouristen sind schon längst nach Christianssted zurück gekehrt. Wir teilen uns den friedlichen Ankerplatz nur noch mit einem Kat. Rund um uns tauchen immer wieder schöne Turtles auf, holen tief Luft und schauen neugierig, wer denn hier in ihrem Revier herumhängt. Die Seeschwalben streiten um den schönsten Platz auf der Nationalpark-Boje. Das Dinghy plätschert gemütlich am Heck und an der Reling hängen die Badesachen vom Schnorchelausflug des Nachmittags. Regelmässig, ruhig, rauschen die Wellen an den Strand. Allmählich geht die Sonne hinter der Westecke von St. Croix unter. Friede pur… was gibt es Schöneres, als solche Momente geniessen zu können? Einmal mehr werden wir uns unseres Privilegs bewusst, dies so erleben zu können.