Nach Hamburg für einen Pannfisch – und einen neuen Kocher

Der Montag war mein Geburtstag und ich wurde nach Strich und Faden verwöhnt. Auch das Wetter spielte mit, so dass wir bei trockenem und teils sonnigem Wetter die Elbe hoch segeln konnten und schon am frühen Nachmittag im City-Sportboothafen, direkt unter der Elbphilharmonie, festmachen konnten.

Als Ankertrunk dann einen Aperol Spritz vor der genannten Kulisse – wunderbar so!

 

Den Rest des Nachmittags verbrachten wir anschliessend in der S-Bahn und auf Bussen, um zu Compass zu gelangen. Wir hatten uns ausgerechnet, dass die einzelnen Ersatzteile für unseren Herd zusammen mehr als die Hälfte eines neuen Kochers kosten würden. Da der Bisherige zwar noch funktioniert, aber seine 12 Jahre Alter hauptsächlich durch kräftiges Rosten kundtut, fiel der Entscheid, gleich einen ganz Neuen zu kaufen, wenn wir ihn gleich an Bord mitnehmen könnten. So sah man am Abend dann zwei Segler mit einer grossen Kiste durch die Stadt reisen. Erstaunlich, wie die Menschen einem plötzlich Platz machen, wenn man bei den S-Bahn-Türen einfach Hinterteil voran herauskommt und eine dicke Kiste folgt…!

Aber die S-Bahn ist auch so ein Ort, an dem man Hamburg auch von seinen anderen Seiten beobachten kann. Handgreiflichkeiten zwischen Randständigen in der Station, aufgebockte und ausgeräumte Autos davor, oder auch die Frau im Alkohol-Delirium, die jeden um Wasser anflehte (und dann auch welches von einem Jungen mit offensichtlich afrikanischen Wurzeln bekam) – das Bild der Grossstadt verdichtet sich in der S-Bahn auf ganz markante Weise und kontrastiert sehr mit den ländlichen kleinen Gemeinden, in welchen wir sonst jeweils übernachtet haben.

Dass man dann abends gemütlich im Cockpit sitzen und einen Apéro geniessen kann, oder auch ins Feuerschiff zum feinen Fisch-Abendessen gehen kann und das Gewusel auf der Elbe von dort beobachten kann, macht für uns den grossen Unterschied zwischen dieser und vielen anderen Städten aus. Wir mögen dieses maritime Flair eben sehr.